Unsere Kur geht zu Ende


Nach 28 Tage geht der Kuraufenthalt hier in Bad Gleichenberg zu Ende. Vielen von uns haben die Anwendungen geholfen, waren erfolgreich und brachten Besserung. Nun heißt es das erreichte so lange wie möglich zu bewahren und das uns in den Seminaren übermittelte Wissen umzusetzen. Psychische Faktoren und Stress erst gar nicht auf uns einwirken lassen, uns ausreichend Schlaf zu gönnen und nicht zuletzt übermäßige Sonnenbäder zu vermeiden. Das der Genuss von Alkohol und Nikotin unserem Körper schadet war uns ja auch vorher schon bekannt, nun wollen wir diese Gesundheitskiller reduzieren oder besser noch ganz darauf verzichten. Auch bei unserer Ernährung wird es nötig sein einiges umzustellen. Fett und Zucker zu vermeiden, dafür Obst, Gemüse und Salate auf den Speiseplan zu stellen. Hinweise dazu haben wir ja bekommen, es sollte aber nicht dahin ausarten Kalorien und Vitamine zu zählen. Essen ist ein Genuss, soll uns Spaß machen und unser Wohlbefinden fördern. All diese Vorsätze haben wir gestern Abend in der Buschenschank Leitgeb durchgesprochen und bekräftigt. Etwa zwanzig Kurpatienten haben hier eine Art Abschiedsfeier gegeben.

Was noch geschehen ist in diesen vier Wochen Kur.

Es wurden Freundschaften geschlossen, gemeinsame Interessen gefunden, e-Mail Adressen ausgetauscht und man kann sagen auch die Zwischenmenschlichen Beziehungen wurden gestärkt. Auch das würde ich als Erfolg der Kur zurechnen. Gestern Abend in der Buschenschank wurde eine neue Idee geboren. Es kam der Vorschlag weiterhin Kontakt zu halten und über Erfahrungen und Krankheitsverläufe bis hin zu verwendeten Salben und Pflegemittel sich auszutauschen. Als vorläufige Plattform dient uns die e-Mail Adresse villa.barbara@gmx.at.

Allen Kurpatienten wünsche ich eine gute und sichere Heimreise.

Intensive Teilbestrahlung


Menschen mit Neurodermitis und Psoriasis haben vielfach auch psychische Probleme mit dieser Krankheit. So verdecken sie die rötlichen mit silberglänzenden Schuppen überzogenen Stellen am Körper um so den kritischen Blicken der Allgemeinheit zu entgehen. Ebenso unangenehm ist der „Schnee“ auf den Schultern von den abgestoßenen Schuppen der Kopfhaut. Es vermittelt einen ungepflegten Eindruck und das obwohl man mit einem Lichtkamm und täglicher Kopfwäsche sich alle Mühe gibt. Durch intensive Teilbestrahlung der Kopfhaut, den Gelenken am Ellbogen und den Knien wird hier in Bad Gleichenberg der Erfolg durch die Sole-Phototherapie noch verstärkt. Alsbald verschwinden die schuppenden Stellen oder stellt sich ein zumindest befriedigender Erfolg ein.

Medizinische Betreuung


Die Patienten mit Hautproblemen, werden hier in Bad Gleichenberg, durch den Hautfacharzt ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ. Franz-Josef Legat betreut. Neben einer Erstuntersuchung zum Kurbeginn wird der Kurerfolg durch Zwischenuntersuchungen kontrolliert und nötigenfalls der Therapieplan abgeändert. Für die allgemein medizinische Betreuung ist täglich ein Kurarzt verfügbar, in dessen Zuständigkeit auch die Anwendungen für den Bewegungsapparat fällt. Auch seitens des Kurarztes erfolgen Untersuchungen zu Beginn, während und zum Abschluss der Kur.

Wer gut schmiert, fährt gut


Im Volksmund heißt es: „Wer gut schmiert, fährt gut“. Diese Aussage kann man auch für die Behandlung der Psoriasis und Schuppenflechte anwenden. Nur durch regelmäßigen Auftrag der Salben, stellt sich der heilende Erfolg ein. In den meisten Fällen wird mit Diprosicc und Ultrasicc behandelt. Curatoderm als Salbe oder Emulsion ist für die Behandlung der Kopfhaut hilfreich. Aber auch Zinksalbe wird für besondere Anwendungen vom Hautarzt verordnet.  

Kältetherapie


Minus 110 Grad Celsius mit Badehose und Turnschuhen zu genießen klingt verrückt, bringt aber guten Erfolg speziell bei Schuppenflechte und Neurodermitis.

Die Kältekammer gleicht von außen einem größeren Container. Man betritt mit Badebekleidung, Mundschutz, Ohrenschutz, Handschuhen, dicken Socken und geschlossenen Schuhen zuerst die Vorkammer, die wie eine Schleuse wirkt. In dieser Vorkammer hat es bereits eine Lufttemperatur von minus 60 Grad Celsius. Nach etwa 30 Sekunden betritt man dann für 3 Minuten die eigentliche Kältekammer mit einer Temperatur von bis zu minus 120 Grad Celsius. Durch umhergehen in der Kammer und auflockernde Bewegungen ist die Kälte nahezu nicht spürbar. In dieser kurzen Zeit des Aufenthalts kühlt die Haut auf etwa zwei Grad ab, hingegen bleibt die  Körpertemperatur davon beinahe unverändert. Von außen beobachtet ein Therapeut die Patienten mit denen er über eine Sprechanlage in ständigem Kontakt steht. Bei Unwohlsein oder sonstigen Umständen kann man die Kältekammer jederzeit verlassen.      

Diese Kältebehandlung wird von Haut- und Rheuma-Spezialisten empfohlen. Sie lindert Beschwerden bei akutem Entzündungsschub sowie bei Gelenksentzündungen. Vermutet wird die heilende und entzündungshemmende Wirkung in einer veränderten Sensibilität der Nervenzellen und einer durch die verstärkte Durchblutung hervorgerufene Ausschüttung  bestimmter Botenstoffe wie Histamin, Serotonin und Endorphinen. Empfohlen werden 15 bis 20 Anwendungen, jedoch nicht mehr als zwei täglich. Als Nebenwirkung dieser Behandlungsmethode sind Blutdruckanstieg, Schwindel, eventuell Atemnot aber auch Angstzustände hervorgerufen durch die extremen Bedingungen bekannt. Deshalb wird vor jeder Behandlung eine Blutdruckkontrolle durchgeführt.   

Es gibt schon viele positive Erfahrungsberichte über die Hautveränderungen der Schuppenflechte. Leider sind die Studien über die Kältebehandlung noch nicht abgeschlossen und somit werden die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen.

Tipps und Wissenswertes zum Thema Haut vom life medicine RESORT Team


Reinigen Sie Ihre Haut regelmäßig

Reinigen Sie Ihre Haut am besten morgens nach dem Aufstehen und Abends vor dem Schlafen gehen, denn so geben sie den sich vermehrenden Bakterien erst gar keine Chance. Wichtig hierbei ist die Kombination aus fettlösenden Substanzen und warmen Wasser. Am besten hat sich folgendes bewährt: Reinigungsmilch mit einem Schwämmchen auftragen, kurz einwirken lassen und anschließend gründlich mit warmen Wasser reinigen.

 

Trinken Sie ausreichend

Ihr Körper braucht ausreichend Feuchtigkeit für sämtlich Körperfunktionen. Darunter fällt auch die Hautregeneration. Wenn sie Ihren Körper also regelmäßig mit ausreichend Feuchtigkeit (mindestens 3 Liter pro Tag) versorgen, verhindern Sie damit das Entstehen von Knitterfältchen.

Schlafen Sie ausreichend

Um Ihrer Haut die ideale Regenerationszeit zu bieten, sollten Sie auf jeden Fall ausreichend schlafen. Man spricht nicht umsonst von „Schönheitsschlaf“. Ideal wären hier 8 Stunden auf einem festen, flachen Kissen. Damit schützen Sie ihre Haut vor nächtlichen Knitterstrapazen und Ihnen erspart es den morgendlichen Schreck in ein verknittertes Gesicht. Außerdem können Sie Ihre Haut zusätzlich mit Nachtcremes bei der Regeneration unterstützen. Sie sollten diese Cremes zumindest einmal ausprobieren, denn man hat Männer und Frauen gesehen bei denen Sie wahre Wunder bewirken.

Sole- Phototherapie


Die Solebehandlung mit der Gleichenberger Starksole aus der Mariannenquelle bremst die Entzündungsreaktionen der Haut und lindert nachweislich den Juckreiz. So steht es im Prospekt des life medicine Resort „Das Kurhaus“. Die Starksole hat einen Salzgehalt von 13%, im Vergleich dazu weist Meerwasser einen rund 5 % und das Tote Meer einen 36 % Salzgehalt auf.

Eingewickelt in Vliestücher die vorher in der warmen Starksole getränkt wurden und zusätzlich noch mit dieser übergossen wird man in die Badewanne abgesenkt und lässt bei leiser Musik 15 Minuten lang die heilende Sole  auf die Haut einwirken. Hernach steigt man wieder aus der Wanne, trocknet tupfend den Körper um gleich die Therapie mit der Besonnung durch UV-B Licht in der Kabine fortzusetzen. Etwa zwei Stunden lässt man noch die Sole wirken und duscht dann gründlich. Den Abschluss der Behandlung bildet das Auftragen der pflegenden, cortisonfreien Salbe auf die Haut.

Schon bald macht sich die heilende Wirkung der Behandlung bemerkbar. Angenehmer Nebeneffekt ist die nahtlose Körperbräune durch die Bestrahlung.

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und hat vielfältige Aufgaben zu erfüllen. So übernimmt sie den Schutz vor schädigenden Umwelteinflüssen, beinhaltet den Tastsinn sowie das Schmerz-, Wärme- und Kälteempfinden. Deshalb bedarf die Haut auch besonderer Pflege. Die meisten Körperzellen teilen sich nach abgeschlossener Entwicklung nicht mehr. Die Zellen der Haut besitzen diese Fähigkeit hingegen ein Leben lang. Der durchschnittliche Hauterneuerungsprozess dauert 28 Tage. Deshalb ist eine Behandlung über den Zeitraum von vier Wochen sinnvoll.  

Diese Therapie findet bei Psoriasis und Neurodermitis Anwendung.